Kirchen Übung am 02.10.2026
Ein Gebäude, das im regulären Übungsbetrieb teilweise etwas in den Hintergrund rückt, im Einsatzfall jedoch besondere Herausforderungen mit sich bringt, sind Kirchen und deren spezielle bauliche Gegebenheiten.
Grund genug für Übungsausarbeiter BM Matthias Enne, die Pfarrkirche zum Hl. Georg in Grünau – genauer gesagt den Kirchturm – als Übungsobjekt für eine Branddienstübung heranzuziehen.
Nachdem bereits vor zwei Wochen eine Gerätekunde durchgeführt wurde, bei der sich die Kameraden intensiv mit den Einsatzgeräten für den Branddienst beschäftigten, konnte nach dem einsatzbedingten Ausfall der Übung in der Vorwoche am 02.10.2026 die geplante Einsatzübung durchgeführt werden.
Übungsannahme: Brand im Glockenturm!
Angenommen wurde ein Brand im Bereich des Glockenturms. Zusätzlich wurde eine Person im Glockenturm vermisst. Auch mehrere Kinder, die sich zu einer Ministrantenstunde in der Kirche aufhielten, galten als vermisst.
Zwei Atemschutztrupps mussten zur Menschenrettung die engen und steilen Stiegenaufgänge des Kirchturms überwinden – zusätzlich mit einer gefüllten C-Löschleitung.
Um die Bedingungen möglichst realitätsnah darzustellen, wurden die vorletzte sowie die oberste Etage des Glockenturms mit künstlichem Rauch verraucht. Dadurch waren die Atemschutzgeräteträger auf ihren Tast- und Hörsinn angewiesen.
Die Rettung der vermissten Person stellte eine zusätzliche Herausforderung dar: Bei der Übungspuppe handelte es sich um eine rund 70 bis 80 kg schwere Personendarstellung, die aus dem engen und schwer zugänglichen Bereich gerettet werden musste.
Parallel dazu konnte der mittels Blinklichtern dargestellte Brandherd in der Glockenetage lokalisiert und von den beiden Atemschutztrupps erfolgreich bekämpft werden.
Menschenrettung aus dem Kirchenraum!
Die ebenfalls 18 vermissten Kinder der Ministrantenstunde wurden von uns im Bereich der Orgel, im Kirchenturm, in der Sakristei sowie im Kirchenschiff aufgefunden. Da dieser Bereich nicht vom Rauch betroffen war, konnten die Kinder sicher aus dem Gebäude begleitet werden.
Besonderheiten des Übungsobjektes!
Nach Abschluss der Übung hatten die Kameraden noch die Möglichkeit, Bereiche der Kirche zu besichtigen, die im Alltag nur selten zugänglich sind, für einen möglichen Feuerwehreinsatz jedoch von großer taktischer Bedeutung sein können.
Dabei wurden unter anderem der Hauptschalter der Glocken sowie die Bereiche oberhalb des Kirchenschiffs besichtigt und wichtige Fragen zu den örtlichen Gegebenheiten geklärt.
Ein herzliches Dankeschön gilt der Pfarre Grünau für die Möglichkeit, die Pfarrkirche als Übungsobjekt nutzen zu dürfen.
Ein besonderer Dank gilt Pastoralassistentin Andrea Stuphann, Steindl Franz und Stuphann Andreas die uns während der gesamten Übung – von der Besichtigung bis hin zur Führung durch die Kirche – mit Rat und Tat zur Seite stand.
Natürlich gilt unser Dank auch der Ministrantengruppe, die sich als Darsteller der vermissten Personen zur Verfügung stellte und damit wesentlich dazu beitrug, die Übung möglichst realitätsnah gestalten zu können.
Wir nahmen mit RLF-A, LFA und LAST sowie mit 13 Kameraden/innen an der Übung teil.
Text / Bilder:
Sachbearbeiter Öffentlichkeitsarbeit
BM Matthias Enne






































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